Am 11. September fand am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium bzw. am Evangelischen Schulzentrum eine Podiumsdiskussion zur anstehenden Kommunalwahl statt. Eingeladen waren die Vertreterinnen und Vertreter Emma Noack von der Linken, Andreas Benoit für die Piratenpartei, Dominik Stöter von der SPD, Ulrich Siedentop von der Bürgerinitiative, Thomas Remih für die FDP, Kevin Schneider von der CDU sowie die Grünen, die in der ersten Hälfte durch Dr. Andrea Grunert und in der zweiten von Aike Schuster vertreten waren.
Im Zentrum der Podiumsdiskussion standen Zukunftsfragen für die Stadt Hilden. Ein wichtiges Thema war der Klimaschutz, den viele Teilnehmende durch den Ausbau von Photovoltaikanlagen und mehr Grünflächen voranbringen möchten. Auch die Mobilität spielte eine große Rolle, wie Geschwindigkeitsbegrenzungen und Verkehrskontrollen, die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs und der Ausbau von Fahrradwegen. Die Piraten betonten zudem die Bedeutung einer besseren Anbindung an Nachbarstädte.
Unterschiedliche Positionen gab es beim Thema innere Sicherheit. Während CDU und FDP sich für mehr Polizeipräsenz und Videoüberwachung in der Innenstadt aussprachen, forderte die Linke sichere, aber nicht überwachte Räume für Jugendliche. In Bezug auf Freizeitangebote wurden viele konkrete Ideen vorgestellt, ein “Jugendkulturförderprogramm” der SPD, die “Stärkung des Jugendparlaments” von den Grünen und ein sogenannter „Geldtopf“ zur Finanzierung von Jugendprojekten.
Ein zentrales Problem ist das Haushaltsdefizit der Stadt. Einige Parteien sehen hier Chancen auf Unterstützung durch den Bund, doch die finanzielle Lage bleibt angespannt. Diese wirkt sich besonders auf zentrale Bereiche wie Bildung, Digitalisierung und Wohnraum aus. Immer mehr junge Menschen verlassen Hilden, was unter anderem auf fehlende Bildungsangebote und steigende Miet- und Immobilienpreise zurückzuführen ist. Die Lösungsvorschläge reichten von günstigen Wohnangeboten bis hin zu gezielte Bildungshilfen.
Zum Abschluss der Diskussion konnten wir Schülerinnen und Schüler eigene Fragen stellen. Besonders interessiert zeigten wir uns an der Frage, ob man eher den Führerschein unterstützen oder den ÖPNV für Jugendliche attraktiver gestalten solle. Ebenso wurde nach lokalen Maßnahmen gegen den Rechtsruck und zur Verbesserung der Bildung gefragt. Die Diskussion machte deutlich, wie vielschichtig politische Entscheidungen sind, gerade deshalb ist ein aktives Mitdenken und Mitgestalten notwendig.
Die Podiumsdiskussion hat uns gezeigt, was wir genau mit unsere Stimme beeinflussen. Besonders für uns Jugendliche ist es entscheidend, sich zu informieren, Fragen zu stellen und politisches Engagement zu zeigen.
Maya Ghalwan